Kartoffelstärke

Der Fachsparte gehören drei Unternehmen an, die Kartoffeln zu Stärkeprodukten verarbeiten. Sprecher der Fachsparte Kartoffelstärke ist Josef Königbauer, Geschäftsführer der Südstärke GmbH in Schrobenhausen. Stellvertretender Spartensprecher ist Peter Minow, Geschäftsführer der Avebe Kartoffelstärkefabrik Prignitz/Wendland GmbH, Dallmin.

Die drei Fachsparten der Stärkehersteller im VDGS befinden sich an der Schnittstelle zwischen Landwirtschaft, Food- und Non-Food-Industrie. Die Technologie der Stärkeproduktion unterscheidet sich in Abhängigkeit vom eingesetzten Rohstoff. Allen Verfahren gemeinsam ist jedoch das Prinzip der „Nassmüllerei“. Dabei wird die Stärke aus dem Zellgewebe des zuvor zerkleinerten Rohstoffs ausgewaschen. Wichtige Kriterien bei Stärkeerzeugnissen sind unter anderem Reinheit, Viskosität und Bindekraft.

Kartoffelstärke, früher landläufig als Kochstärke bezeichnet, wird heute aufgrund ihres hohen innovativen Potenzials zunehmend in fast allen Lebensmittelbereichen genutzt. Darüber hinaus werden Kartoffelstärkeprodukte in der Papierherstellung und –verarbeitung, in der Klebstoffherstellung, in der Textilproduktion sowie in weiteren Industriezweigen eingesetzt. Die in der Produktion anfallenden Nebenprodukte, wie Kartoffeleiweiß und Kartoffelfasern, werden abhängig von ihrem Herstellungsprozess als Lebensmittel- oder Futtermittelkomponente vermarktet.

Neben den brancheneinheitlichen Kernthemen des VDGS stehen zurzeit folgende Themen auf der Agenda der Fachsparte Kartoffelstärke: Wettbewerbsverzerrungen in der EU aufgrund von gekoppelten Zahlungen für den Anbau von Stärkekartoffeln in einzelnen Mitgliedstaaten sowie Definitionen von bei der Stärkeherstellung anfallenden Nebenprodukten, wie zum Beispiel Kartoffelfasern.

Weitere Informationen zur Stärkeindustrie sind auf www.staerkeindustrie.de zu finden.

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